Hubert Schumacher

 

 

Lass uns ... wie der Sturm sein !

Eben noch flogen die Wolken wie flüchtende Krieger,
knietief das Wasser ... der Himmel reißt auf.
Im Auge des Sturmes ... beruhigt es sich wieder,...
und kreisende Vögel steigen auf.
Der Himmel zeigt blau sein schönstes Gesicht,
nichts mehr als die Sonne ... fällt auf uns nieder ...
... ach, du mein Sturmauge ... wann sehe ich Dich wieder.

... lass uns ... wie der Sturm sein !

HubART23022017

( painting HubART22022017 acrylic on canvas 70 x 100)

 

 

 

 

 

ICH BIN DAS SCHIFF UND DU DAS MEER ... DAS MEHR VON ALLEM WAS MICH TRÄGT ... ICH BIN DAS WRACK AUF DEINEM GRUNDE ... DU BIST DIE WOLKE ... WIR FLIEGEN ... FALLEN, VERSINKEN UND QUELLEN ... DU BIST DER FLUSS UND ICH BIN DAS SCHIFF ...

                                                                                                                     HubART

  

 

 

Ich schreibe, denke und male….

ja meine Gedanken zeichnen Bilder.

Bunte verschwommene Landschaftsmalerei…

… abstrakte Schmiererei … ohne Detail.

 

Buntes Grün  am Meer…

Lachende Menschen feiern an einem reichgedecktem Tisch.

Kinder  tanzen und spielen mit Tieren im Sonnenschein.

Unbeschwertes Glück

…. Hinter einer Schicht schwarzer  Farbe …

Man sieht „SCHWARZ“ … mehr sieht man(n) nicht.

 

Endloses Wasser…. Meer und Himmel küssen sich…

Tiefgründige, endlose Weite und kein Land in Sicht

Grundloser Tiefenrausch in fahlem Licht

Aussichtloses Gekritzel … auf welligem Lein.

Meer und Himmel verschmelzende Täuschung

Sie berühren sich nicht.

 

Und Bäume – altes Holz

Riesige Pflanzen – prächtig und stark.

Schattenwerfende Zeitzeugen…

Schützendes Unterholz und Lebensraum

Baumaterial und wärmendes „Brenngut“

Verblendete Menschen mit Kettensägen

und Benzinkanistern legen Bäume und Brände

Ein brennendes Bild auf der Staffelei…

 

ein künstlerischer Aufschrei

pechschwarz … in fahlem Licht

brennende Leinwand … verblendet mich schlicht.

es sind meine Bilder – deine sind es nicht.

und ich tauche den Pinsel in Benzin,

und brenne sie jetzt nieder.

Mit jedem weiteren Strich -

schlimme Bilder aus der Seelen Tiefe.

Ich will diese Bilder nicht.

 

 

Ich spanne einen neuen Rahmen….

Frisch verkeilt und blütenweiß

Kaufe neue Farbe, rosarot und Himmelblau

Lege die alten Gedanken nieder,

Es wird ein neues Bild geben…

Aber jetzt noch nicht …

Es ist wie Lieder oder Texte schreiben…

Es ist wie im Leben…

Die Mitte und das Ende finden sich…

Nur aller Anfang …ist schwer!

Der erste Strich – !

 

 

 

  

 

 

 

Wie soll erinnert werden … das noch geschehen wird oder nie geschah? Leere Zeilen schweigen …Sie wurden nie „beschrieben“, diese Seiten voll hilfloser Leere, klagen mich an, …fordern Inhalte und so schreibe ich zaghaft mit spitzer Feder und feinem Strich, male Buchstaben, Zeichen, Worte… auf das Papier…“unbeschreibliches“. Ich grabe in meinen Gedanken … mich durch mein „Seelentagebuch“, eine schier unerschöpfliche Quelle …voller Emotionen, lang vergessenes und verdrängtes Leid, Erfahrungen, alte Träume und Visionen … ein traumatischer „Gedankenbrei“ fließt durch mein Herz zur Hand und verlässt magisch als Schrift meinen Körper, gräbt sich ein, schwärzt  das Papier. Befreit aus dem tiefen Seelengrab, treten Sie an den Tag, klare Worte, ehrlich und wahrhaftig, aus meinem tiefsten, tiefsten Innersten, …wie in Stein geschlagen saugt sich die Tinte in das fahle Weiß, … tätowiere ich das Papier mit unbeschreiblicher Wahrheit, rein und ohne Scheu, …lege mich offen, schreibe mich frei, … entlaste mich dieser Worte, …gebe sie preis und verliere sie dauerhaft, zum Lesen bereit ... für alle Zeit fixiert …verlassen Sie mich JETZT : 

Ich liebe Dich !

 

 

 

Würde ich es schreiben, könnte es niemand lesen … gesagt, bliebe es unverständlich  ...

... dann schweige ich ... detailreich !

 

Du bist niemals alleine, da ist immer auch ein Schutzengel an deiner Seite und das Universum hat da einen Plan mit Euch beiden. Ich nenne dieses Bild : "schützende Begleitung".

 

 

 

 

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